Tagebuchbloggen am 5. Mai 2014

Huch, schon wieder ein 5. Und schon wieder so ein unspektakulärer.

Aufgestanden, angezogen, gefrühstückt, mit Kind Richtung Schule gegangen und dann den Bus zur Arbeit genommen.

Auf der Arbeit gibt’s keinen Kaffee, weil der Konferenzraum besetzt ist. Vermutlich könnte ich einfach reinhüpfen und mir kurz einen Kaffee klauen, aber ich mag nicht. Senseo mag ich noch weniger, also müde ich halt so vor mich hin. Eine mittelgroße Denk- und Schreibblockade lässt mich dann auch eher Lesekram erledigen, was nicht so furchtbar spannend ist. Das ganze mit Kopfhörern auf den Ohren, weil ich hormonell bedingt einfach ein bisschen matschig bin und keine Lust auf Gespräche habe.

Um halb 2 mache ich mich auf den Weg zur Uni und nehme total verpennt die sinnloseste Bahnverbindung, komme aber trotzdem pünktlich zum Seminar. Theatertheorien des 18. Jahrhunderts, heute geht es um Gottscheds sterbenden Cato. Der Dozent ist so nett, am Anfang der Stunde noch mal komplett die letzte Stunde zu wiederholen, was uns wenig Zeit für den Rest lässt, mir aber die Möglichkeit gibt, alles kurz mitzukritzeln, was ich in der letzten Stunde durch Abwesenheit verpasst habe. Außerdem erfahre ich, dass wir nächsten Dienstagabend ins Schauspielhaus gehen, um uns Kabale und Liebe anzusehen. Das ist so ziemlich genau der einzige Abend in diesem Monat und fast der einzige im ganzen Jahr bisher, an dem ich schon seit 2 Wochen eine Verabredung habe. Passt ja super.
Den Rest der Sitzung beschäftigen wir uns damit, wie schlecht das gerade gelesene Stück ist. Darauf bin ich nicht vorbereitet, normalerweise ist doch alles immer total toll und stilistisch und formal super, was man in der Germanistik bespricht.

Ikea-Apfelstrudel

Nach dem Seminar werde ich abgeholt, weil wir einen wichtigen Termin haben, bei dem nix spannendes neues herauskommt, aber ein paar Dinge etwas klarer gemacht werden. Außerdem endet der Termin schön rechtzeitig, so dass der Zwerg noch zum Turnen gehen kann. Papa und ich nutzen die Turnzeit für einen Abstecher zum Ikea, der gleich um die Ecke ist. Wir lassen ein komplettes Schnitzel liegen, weil es wirklich fies schmeckt, genießen dafür den Apfelstrudel aber umso mehr. Außerdem fülle ich meinen vernachlässigten Koffeinhaushalt mit dem wirklich ganz guten, mit der Family Card sogar komplett kostenlosen Kaffee und bin danach ein kleines bisschen wacher. Anschließend schlendern wir noch kurz durch den Ikea, kaufen – wie könnte es anders sein – eine Duftkerze, ein sehr süßes Zucchini-Pflanzset und ein bisschen Kleinkram.

Nachdem wir den Zwerg wieder abgeholt haben und nach Hause gefahren sind, müssen die Erwachsenen noch ein paar organisatorische Dinge klären, während der Zwerg “Wissen macht Ah!” guckt. Ich wollte danach eigentlich den letzten Bullen gucken, beschließe aber nach 2 Minuten, dass ich vielleicht doch besser erst mal die Folgen aus der letzten Woche ansehen sollte und gucke stattdessen Grey’s Anatomy.

Ziemlich früh holt mich die Müdigkeit doch wieder ein, also mache ich mich bettfertig und gehe schlafen und vergesse dabei total, dass der 5. ist und noch ein Tagebucheintrag geschrieben werden möchte. Naja, dann gibt es den halt erst am 6.

Bis zum nächsten Mal!

PS: Die anderen Tagebuchblogger findet man wie immer hier.

Tagebuchbloggen am 5. April 2014

Schwule Pässe gibt es nicht

Ein ziemlich ereignisloser Tag neigt sich seinem Ende zu. Egal, es ist der 5., also Zeit für’s Tagebuchbloggen.

Nachdem die letzten 2 Wochen furchtbar durcheinander und stressig waren, bin ich froh, sowas wie ausschlafen zu können. Nach dem Aufwachen gucken wir ein bisschen Kika, malen etwas und frühstücken irgendwann. Eigentlich sollte der Zwerg dann Sommerrodeln gehen, das wird aber wegen des Regens abgesagt und die Kinder gehen stattdessen ins Silly Billy. Ich mache es mir noch etwas im Bett gemütlich, lese ein bisschen und gucke Community.

Mittags fahren wir ins Nachbardorf in die Stammkneipe, um mit der Stammbesetzung minus Zwerg das FC-Spiel zu gucken. 60 Minuten, in denen wir beinahe einschlafen und ein paar kleine mäßig spannende Momente. Naja, gewonnen ist gewonnen und bald sind wir ja dann in der 1. Liga.

Nach dem Spiel spielt der Zwerg noch ein bisschen mit dem kleinen Nachbarsjungen (unfassbar toll, endlich wieder Kinder in der Nachbarschaft zu haben!), danach lesen wir Harry Potter weiter (unfassbar toll, endlich ein Kind im Harry Potter-Alter zu haben!) und hüpfen noch schnell zu Aldi, um ein bisschen Essen und Zeug zu kaufen.

Abends macht der Zwerg sich mit Papa einen Männerabend, ich schreibe kurz 2 Freunde an, von denen ich nicht weiß, was sie heute machen, ob wir was machen, die sind aber krank/unmotiviert und eigentlich klingt ein Abend im Bett auch gar nicht so schlecht. Also wieder ab dorthin. Im Ersten läuft ein Donna Leon, den ich noch nicht kenne, von dem ich aber dann doch nicht so viel sehe, weil ich neue Candy Crush-Level habe. Außerdem muss ich ja noch Community weitergucken.

Jetzt gibt’s noch ein bisschen Sportschau und vielleicht 1-2 Folgen Community und dann wird das Licht ausgemacht, damit ich morgen früh fit bin, um beim Bonner Marathon rumzustehen und Leute anzufeuern.

Gute Nacht!

Tagebuchbloggen am 5. März 2014

aschermittwochHeute ist wieder Tagebuchbloggen! Jetzt weiß ich auch, woher es kommt!

Kleine Vorwarnung: Bäh. Alles doof heute.

Ich wache um halb 6 auf, der Zwerg ebenfalls, er geht spielen, ich versuche (natürlich erfolglos), noch was zu schlafen. Irgendwann stehe ich dann doch auf, wir frühstücken und machen uns schul- bzw. arbeitsfertig, ehe wir von Papa abgeholt werden. Der muss nämlich irgendwo in Büronähe arbeiten und nimmt mich netterweise mit. Wir fahren kleine Umwege, weil unser Dörfchen bald komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, wenn die bestimmt bald auf die Idee kommen, auch die letzte Straße unter einer A1-Brücke wegen Autobahnausbau zu sperren.

Auf dem Weg schieße ich an der bösen Ampel das wunderschöne Foto vom Aschermittwochswetter. Faszinierend, wie toll das Wetter an Karneval war und wie eklig es heute ist.

Im Büro bin ich die erste, hah! Den auch immer früh erscheinenden Kollegen hab ich um 2 Minuten geschlagen. Ich mache Arbeitskram, trinke zu viel Kaffee, merke irgendwann, dass ich furchtbaren Hunger habe und bin zu faul, mir was zu essen zu suchen. Zwischendurch kommt noch einer der Ex-Büromitbewohner von ganz früher hoch, der demnächst Eiscocktails verkauft, wir dürfen probieren. Ich ziere mich ein wenig, es ist ja schließlich Fastenzeit, probiere dann aber doch mal.

Danach kippe ich fast um vor Hunger, beschließe, mir ein Müsli zu machen, schütte den Rest meines Bio-Knusper-Dinkel-hastenichgesehen-Müslis in eine Schüssel und stelle fest, dass keine Milch mehr da ist. Na gut, dann halt trocken. Mit Kaffee zum Entstauben. Beim neuen Kaffee holen stellen wir fest, dass die Kanne fast leer ist und da ich wirklich schon zu viel getrunken hab, überlasse ich dem Chef den Rest. Der stellt dann aber auch fest, dass keine Milch mehr da ist und plötzlich hab ich doch noch Kaffee. Es hat doch immense Vorteile, sich Milch und Zucker im Kaffee abgewöhnt zu haben.

Nachmittags fahre ich nach Hause, rede ein ernstes Wörtchen mit der Waschmaschine, esse unfassbar leckeren Kartoffelauflauf, räume unmotiviert mein Schlaf-Arbeitszimmer auf, weil man in dem Chaos wirklich nicht arbeiten kann und fange an, Texte für meine Hausarbeit zu lesen. Irgendwann kommt der Zwerg mit Papa vom Schuhe einkaufen zurück und wir räumen zusammen noch was weiter auf.

Nach dem Abendessen gucken wir Kika und als der Zwerg im Bett ist, mache ich weiter mit Hausarbeitskram und Sport. Immer einen Text lesen und ein Blogilates-Video aus dem 5. März-Programm machen. Das ist genau so furchtbar, wie es klingt. Damit ihr euch das ein bisschen besser vorstellen könnt: “Butt Lift & Slim Thighs“, “Hard Core Workout“, “Playa del Plank“, “Dance With Me Ab Challenge” ($#%§&/#*$!!!), “My Thighs Are Dying” und “Relax with me Stretch“. Na los!

Ziemlich fertig sitze ich jetzt am Schreibtisch, um diesen Blogbeitrag zu tippen, habe ein ekliges Summen in den Ohren und Sodbrennen (ja, ich weiß, wer unsportlich ist, sollte nicht übertreiben) und sehne mich nach einer Zigarette und Schokolade.

Wenn ich es schaffe, meine Bauch- und Beinmuskeln dazu zu überreden, mich aus dem Sitzball hochzuheben, werde ich gleich duschen gehen und dann ins Bett fallen.

Gute Nacht!

Tagebuchbloggen am 5. Februar 2014

Ich weiß gar nicht, wo genau dieses Tagebuchbloggen herkommt (und bin zu faul zum Suchen), aber ich lese das immer bei den Mamiblogs, denen ich folge und wollte einfach mal mitmachen. Also jeden Monat am 5., mal sehen, ob ich das mehr als einen Monat durchhalte.

Sonnenaufgang Köln

Der Morgen beginnt mit dem Weckerklingeln um halb 7, so richtig wach bin ich aber erst um 7, was bedeutet, dass Kuscheln mit dem Zwerg heute ausfällt, weil das nun wirklich allerspäteste Aufstehzeit ist, um noch Duschen gehen zu können, bevor der Tag beginnt. Der Zwerg, der heute Nacht nach langer Zeit noch mal in meinem Bett geschlafen hat, weil er kuschelbedürftig war, steht kurz nach mir ganz allein auf und zieht sich an. (Wie groß er schon ist!)

Nach dem Frühstücken beschließe ich, dass die Zeit gerade noch so für Zähneputzen reicht, bevor der Zwerg in die Schule muss, also bringe ich ihn kurz bis zur großen Straße, wo wir den wunderschönen Sonnenaufgang bewundern, bevor ich noch mal nach Hause gehe, mich ins Bad stelle und meinen Unikram packe. Im Bus spiele ich Candy Crush, Quizduell und lese ein bisschen bei feedly rum. Dabei hab ich extra dran gedacht, ein Buch einzupacken. Hmja.

In der Uni steht heute nur ein Seminar an, über Napoleon und das Königreich Westphalen. Letzte Uniwoche heißt inhaltlich quasi in jedem Seminar “Nachwirkungen, Bedeutung, Erinnerung”, ansonsten heißt es, dass nun wirklich gar kein Student mehr vorbereitet ist, weil alle mit Klausurlernen und Exposés schreiben beschäftigt sind. Ich befasse mich während des Seminars mit meinem Uniplan fürs nächste Jahr und bin wie immer furchtbar genervt von allem. Organisationskram, bäh. Seminare, bäh. Klips, bäh.

Nach der Uni hüpfe ich schnell in den creativ discount und flüchte dort sofort vor dem ganzen Karnevalskram nach oben in die Bastelabteilung. Farbe, Pinsel und Kleber für ein eigentlich für heute als fertig geplantes, aber natürlich noch gar nicht angefangenes Bastelprojekt sind schnell gefunden, weiter geht’s ins Büro.

Mit allergrößter Begeisterung stelle ich fest, dass es endlich wieder Bohnen gibt und ich keinen Senseo-Kaffee mehr trinken muss (jammern auf hohem Niveau kann ich super). Arbeitstechnisch steht grad ein bisschen Datenrecherchier und -sammel-Kram an, was sich super dazu eignet, nebenbei die neueste Folge Pretty Little Liars zu gucken. Die absolut blöd ist. Also wirklich, mir gefällt es absolutüberhauptgarnicht, in welche Richtung die Geschichte gerade geht.

Smoothie mit Mützchen im Büro

Nach einem gar nicht mal so leckeren, dafür extrem niedlichen Smoothie hüpfe ich kurz zu Oli rüber, weil mein Bastelprojekt zwar eigentlich nur aus dem Ausführen der Anleitung eines Bastelblogs besteht, die Maße aber nicht zu meinem Kasten (genaueres später) passen und ich keine Ahnung von Bildbearbeitung hab und deshalb Hilfe brauche. Scheint aber alles so zu funktionieren, wie ich mir das vorgestellt habe, wird dann halt jetzt ein Gemeinschaftsprojekt.

Um kurz nach 3 mache ich mich auf den Weg zur Bahn und stelle auf halbem Weg fest, dass ich das Bastelzeug im Büro liegenlassen hab. Zurücklaufen bedeutet Bahn verpassen, also wird das Basteln noch etwas verschoben. Zuhause mache ich mir eine Linsensuppe warm, was den Zwerg nach seiner Rückkehr von der Schule etwas panisch macht, weil er denkt, die wäre für ihn.

Nach ein bisschen Erzählen über die Schule darf der Zwerg Lego Fußball auf seinem Laptop spielen, während ich etwas durch die sozialen Netzwerke surfe. Danach verkrümelt er sich in sein Zimmer, um neue Lego-Raketen zu bauen, ich nutze die Zeit, um ein bisschen unmotiviert herumzuräumen. Ich muss dringend Großreinigung und Umräumen und überhaupt machen, aber dafür reicht die Zeit ja jetzt gar nicht mehr.

Vor dem Abendessen lesen wir noch ein bisschen, nach dem Essen blödeln wir was mit Oma und dem Patenonkel herum, bevor wir uns aufs Bett kuscheln und logo! gucken. Eigentlich ist um 8 Schlafenszeit für den Zwerg, aber bei KiKa live kommt danach noch ein Beitrag über das chinesische Neujahrsfest in London und weil das ihn und mich interessiert, gucken wir das auch noch.

Danach geht der Zwerg ins Bett und macht auch anstandslos sofort das Licht aus, er ist wohl noch nicht so ganz fit und deshalb abends immer sehr müde. Ich verkrieche mich wieder im Bett, gucke den Bachelor, bin genervt von Angelina und überlege, was ich eigentlich alles noch tun müsste, anstatt herumzuliegen und Verdummungs-TV zu gucken. Zu viel, also liegenbleiben.

Irgendwann danach spiele ich noch ein bisschen Candy Crush, schaffe ganz plötzlich das Level 95 in der Traumwelt und stelle anschließend entsetzt fest, dass ich jetzt in beiden Welten alle momentan verfügbaren Level geschafft habe. Dann muss ich wohl doch jetzt wieder ab und zu mal ein Buch lesen.

Um kurz nach 11 schreibe ich diesen Blogbeitrag, danach werde ich mich endgültig bettfertig machen und vermutlich bis zum Einschlafen durch die Fernsehsender zappen, anstatt ein Buch zu lesen. Und damit ist dieser äußerst un-spannende Tag auch schon vorbei. Für’s nächste Mal muss ich mir aber irgendwas interessanteres vornehmen.

Gute Nacht!