Der härteste Job der Welt?

Diese nervigen Like-Sammel-Seiten haben es ja wahrscheinlich mittlerweile in jede Timeline 57x hineingespült – das wunderschöne Video über den härtesten Job der Welt, den einer Mutter. Hach, so toll, was Mütter alles leisten, und niemand, der es richtig schätzt, wow!

Ich finde das Video bescheuert. Ich finde, ich darf das. Ich bin ja schließlich Mutter.

Ich kann das auch genauer erklären: Jetzt haben wir uns das Video alle angeguckt und darüber nachgedacht, wie toll unsere Mütter das alles geleistet haben, ne? Haben sie ja auch. Also die meisten zumindest. Meine definitiv. Aber das Ding ist ja durch, die wenigsten unserer Mütter sind noch so richtig mit dem “Mutter sein”, von dem im Video geredet wird, beschäftigt.

Aber die meisten von euch sind in dem Alter, in dem der Freundeskreis so langsam anfängt mit Heiraten und Kinder kriegen und so. Also habt ihr ja doch noch welche, die ihr bewundernd anschauen könnt, weil sie 135 Stunden in der Woche ununterbrochen stehend arbeiten. Wahnsinn.

135 Stunden in der Woche, manchmal komplett ohne Schlaf?

Eine Mutter, die das tut, macht etwas falsch. Vielleicht kann sie gar nichts dafür, dass sie etwas falsch macht, weil sie ein mieses Umfeld hat, das sie nicht vernünftig unterstützt. Aber in jedem Fall ist es falsch. Quasi ununterbrochen auf den Beinen und im Schaffen-Modus sein ist für niemanden gut. Auch für die stärkste Mutter nicht. Sowas hält man nämlich nicht durch.

Also: Anstatt mal wieder 4 Minuten und 6 Sekunden für ein furchtbar gut konzipiertes Werbevideo zu verschwenden, plus anschließendem kurzen “Awwww, wie toll! Das muss ich sofort teilen!!!” – denkt doch mal kurz darüber nach, ob ihr vielleicht eine Mutter kennt, die tatsächlich zu viel arbeitet. Die zu wenig Unterstützung hat.

Sei es, weil sie alleine ist, wenig Familie um sich herum hat, ein Kind ein “Sorgenkind” ist oder ob sie einfach nur eine “ganz normale” Mutter ist, der das ganze Familienleben hin und wieder kurz über den Kopf wächst.

“Boah, ich find das voll toll, wie du das alles hinkriegst und so!”

Und dann fragt sie doch mal, wie es ihr geht. Und zwar so, dass das als Antwort einzig akzeptable “Gut, und dir?” nicht schon in der Frage mitschwingt. Und wenn die Antwort ein “Verdammt, mir geht es so furchtbar, aber ich muss ja funktionieren” ist, seid einfach kurz für sie da. Vielleicht reicht eine Schulter zum Anlehnen und Ausheulen, vielleicht sieht die Welt für sie ganz anders aus, wenn ihr das Baby mal kurz für ein Stündchen auf einen Spaziergang entführt.

Denkt mal an sie, wenn ihr ein wenig Zeit in eurem sicher auch furchtbar stressigen Jobleben habt. Fragt sie doch mal, ob sie gerne was mit euch und der Clique unternehmen möchte. Und versteht ein “Sorry, ich würde gerne, aber heute geht es nicht.” nicht als “Ey, ich bin Mutter, frag mich nie wieder!” sondern als “Wow, wie schön, dass du fragst, ich würde super gerne mitkommen, aber gerade heute kann ich wirklich keinen Babysitter finden, aber frag gerne einfach beim nächsten Mal wieder, bestimmt passt es dann besser.” Oder fragt, ob ihr die Kneipentour ganz ausnahmsweise mal in ihr Wohnzimmer verlegen wollt, weil es für euch wirklich viel einfacher ist, mal eben ein bisschen durch die Gegend zu fahren.

Ach, eigentlich ist es ganz einfach: Vergesst nicht, dass sie außer “Superwoman-Mama” immer noch eure Freundin, Kollegin oder Schwester ist. Dann seht ihr auch viel mehr von den wirklich coolen Seiten des Mama-Seins.

Eigentlich ist es nämlich der schönste Job der Welt.

Osterei-Hase

Frohe Ostern!

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Tagebuchbloggen am 5. Februar 2014

Ich weiß gar nicht, wo genau dieses Tagebuchbloggen herkommt (und bin zu faul zum Suchen), aber ich lese das immer bei den Mamiblogs, denen ich folge und wollte einfach mal mitmachen. Also jeden Monat am 5., mal sehen, ob ich das mehr als einen Monat durchhalte.

Sonnenaufgang Köln

Der Morgen beginnt mit dem Weckerklingeln um halb 7, so richtig wach bin ich aber erst um 7, was bedeutet, dass Kuscheln mit dem Zwerg heute ausfällt, weil das nun wirklich allerspäteste Aufstehzeit ist, um noch Duschen gehen zu können, bevor der Tag beginnt. Der Zwerg, der heute Nacht nach langer Zeit noch mal in meinem Bett geschlafen hat, weil er kuschelbedürftig war, steht kurz nach mir ganz allein auf und zieht sich an. (Wie groß er schon ist!)

Nach dem Frühstücken beschließe ich, dass die Zeit gerade noch so für Zähneputzen reicht, bevor der Zwerg in die Schule muss, also bringe ich ihn kurz bis zur großen Straße, wo wir den wunderschönen Sonnenaufgang bewundern, bevor ich noch mal nach Hause gehe, mich ins Bad stelle und meinen Unikram packe. Im Bus spiele ich Candy Crush, Quizduell und lese ein bisschen bei feedly rum. Dabei hab ich extra dran gedacht, ein Buch einzupacken. Hmja.

In der Uni steht heute nur ein Seminar an, über Napoleon und das Königreich Westphalen. Letzte Uniwoche heißt inhaltlich quasi in jedem Seminar “Nachwirkungen, Bedeutung, Erinnerung”, ansonsten heißt es, dass nun wirklich gar kein Student mehr vorbereitet ist, weil alle mit Klausurlernen und Exposés schreiben beschäftigt sind. Ich befasse mich während des Seminars mit meinem Uniplan fürs nächste Jahr und bin wie immer furchtbar genervt von allem. Organisationskram, bäh. Seminare, bäh. Klips, bäh.

Nach der Uni hüpfe ich schnell in den creativ discount und flüchte dort sofort vor dem ganzen Karnevalskram nach oben in die Bastelabteilung. Farbe, Pinsel und Kleber für ein eigentlich für heute als fertig geplantes, aber natürlich noch gar nicht angefangenes Bastelprojekt sind schnell gefunden, weiter geht’s ins Büro.

Mit allergrößter Begeisterung stelle ich fest, dass es endlich wieder Bohnen gibt und ich keinen Senseo-Kaffee mehr trinken muss (jammern auf hohem Niveau kann ich super). Arbeitstechnisch steht grad ein bisschen Datenrecherchier und -sammel-Kram an, was sich super dazu eignet, nebenbei die neueste Folge Pretty Little Liars zu gucken. Die absolut blöd ist. Also wirklich, mir gefällt es absolutüberhauptgarnicht, in welche Richtung die Geschichte gerade geht.

Smoothie mit Mützchen im Büro

Nach einem gar nicht mal so leckeren, dafür extrem niedlichen Smoothie hüpfe ich kurz zu Oli rüber, weil mein Bastelprojekt zwar eigentlich nur aus dem Ausführen der Anleitung eines Bastelblogs besteht, die Maße aber nicht zu meinem Kasten (genaueres später) passen und ich keine Ahnung von Bildbearbeitung hab und deshalb Hilfe brauche. Scheint aber alles so zu funktionieren, wie ich mir das vorgestellt habe, wird dann halt jetzt ein Gemeinschaftsprojekt.

Um kurz nach 3 mache ich mich auf den Weg zur Bahn und stelle auf halbem Weg fest, dass ich das Bastelzeug im Büro liegenlassen hab. Zurücklaufen bedeutet Bahn verpassen, also wird das Basteln noch etwas verschoben. Zuhause mache ich mir eine Linsensuppe warm, was den Zwerg nach seiner Rückkehr von der Schule etwas panisch macht, weil er denkt, die wäre für ihn.

Nach ein bisschen Erzählen über die Schule darf der Zwerg Lego Fußball auf seinem Laptop spielen, während ich etwas durch die sozialen Netzwerke surfe. Danach verkrümelt er sich in sein Zimmer, um neue Lego-Raketen zu bauen, ich nutze die Zeit, um ein bisschen unmotiviert herumzuräumen. Ich muss dringend Großreinigung und Umräumen und überhaupt machen, aber dafür reicht die Zeit ja jetzt gar nicht mehr.

Vor dem Abendessen lesen wir noch ein bisschen, nach dem Essen blödeln wir was mit Oma und dem Patenonkel herum, bevor wir uns aufs Bett kuscheln und logo! gucken. Eigentlich ist um 8 Schlafenszeit für den Zwerg, aber bei KiKa live kommt danach noch ein Beitrag über das chinesische Neujahrsfest in London und weil das ihn und mich interessiert, gucken wir das auch noch.

Danach geht der Zwerg ins Bett und macht auch anstandslos sofort das Licht aus, er ist wohl noch nicht so ganz fit und deshalb abends immer sehr müde. Ich verkrieche mich wieder im Bett, gucke den Bachelor, bin genervt von Angelina und überlege, was ich eigentlich alles noch tun müsste, anstatt herumzuliegen und Verdummungs-TV zu gucken. Zu viel, also liegenbleiben.

Irgendwann danach spiele ich noch ein bisschen Candy Crush, schaffe ganz plötzlich das Level 95 in der Traumwelt und stelle anschließend entsetzt fest, dass ich jetzt in beiden Welten alle momentan verfügbaren Level geschafft habe. Dann muss ich wohl doch jetzt wieder ab und zu mal ein Buch lesen.

Um kurz nach 11 schreibe ich diesen Blogbeitrag, danach werde ich mich endgültig bettfertig machen und vermutlich bis zum Einschlafen durch die Fernsehsender zappen, anstatt ein Buch zu lesen. Und damit ist dieser äußerst un-spannende Tag auch schon vorbei. Für’s nächste Mal muss ich mir aber irgendwas interessanteres vornehmen.

Gute Nacht!

20 Dingse über mich

Bei Youtube ist der “5/20/50 Random Facts about me”-Tag ja schon ewig unterwegs, jetzt hat er auch die Blogger erreicht. Gesehen hab ich das Stöckchen bei ellebil und weil mich ja nie jemand mit sowas bewirft (ja okay, dafür müsste man wahrscheinlich irgendwie regelmäßig bloggen), klau ich ihn mir einfach mal.

1. Ich war noch nie in Hamburg.
Ich bin aber schon mal durchgefahren, sogar schon öfters. Durch den Elbtunnel, genauer gesagt. Wir waren nämlich quasi immer an der Nordsee im Urlaub früher. Alle gucken immer sehr entsetzt, wenn ich sage, dass ich noch nie in Hamburg war, mir scheint also, ich verpasse was und sollte da schnell was dran ändern. Außerdem war ich noch nie außerhalb von Europa, aber wenn ich nicht im Lotto gewinne, wird sich daran so schnell auch nix ändern.

2. Ich mag Mathe.
Ernsthaft. Ich fand Mathe immer echt interessant in der Schule. Und ich war auch immer gut darin. Was mich nicht davon abgehalten hat, vor jeder Klausur fast zu sterben. Deshalb war auch völlig klar, dass ich niemals Mathe studieren kann. Weil die Prüfungsangst das doof fand, hat sie sich jetzt dazu entschlossen, einfach vor jeder Klausur ein bisschen herumzuturnen.

3. Ich habe keinen Hausarzt.
Ich war vor längerer Zeit mal öfters beim Frauenarzt und vor nicht so langer Zeit noch viel öfter beim Zahnarzt, aber ich war tatsächlich nie ernsthaft krank, seit ich der Kinderarztzeit entwachsen bin. Dafür hab ich mich mal mit dem Zwerg zusammen beim Kinderarzt impfen lassen. Das lief ungefähr so: “Hallo, ich würde gern den Zwerg impfen lassen und mich gleich mit, geht das?” – “Wir dürfen leider nur Patienten unter 18 behandeln…” – “Ja, dann geht es ja, ne?” – “Ach so, ja klar, ach so, ja das ist ja dann ganz praktisch!” So langsam sollte ich mir aber wohl mal wen suchen. So wegen Checkups und so, ähem.

4. Ich bin ein bisschen Bodybutter-süchtig.
Eigentlich ist mir das ja viel zu zeitaufwendig, immer nach dem Duschen noch lang und breit alles einzucremen, aber andererseits gibt es so unfassbar tolle Bodybutters. Also Körperbuttern. Das hört sich beides ziemlich doof an. Ich habe trotzdem viel zu viele.

5. Ich kann Geige spielen.
Gut, ich weiß nicht, wie sich das anhören würde, wenn ich jetzt die Geige rausnähme und versuchte, Vivaldi zu spielen. Wahrscheinlich eher quietschig. Aber ich hatte 7 Jahre lang Geigenunterricht, habe im Schulorchester und bei Konzerten in der Kirche gespielt und furchtbare Panik vor jedem Auftritt gehabt. Siehe dazu Punkt 2. Außerdem hatte ich 13 Jahre Klavierunterricht, war in einer Orff-Gruppe, habe in einem Blockflötenorchester (ja, ich war ein Außenseiter) Piccolo, Sopran, Alt, Tenor und Bass gespielt, in diversen Chören und Kinderkrippenspielen (ja, die Maria!) gesungen und kann einer Gitarre, einer Querflöte und einem Saxophon ein paar Töne entlocken.

6. Ich bin nicht gerne allein, mag große Gruppen nicht, brauche öfters mal meine Ruhe und hasse es, wenn ich irgendwo nicht dabei bin.
Es ist genau so bescheuert, wie es klingt.

7. Mich macht falsche Rechtschreibung nervös.
Das ist blöd, ich weiß. Vor allem, weil viele im Internet einfach keinen Wert auf Groß- und Kleinschreibung, Kommaregeln etc. legen. Oder überhaupt. Aber könnten wir uns nicht alle darauf einigen, mir zuliebe die einfachsten Regeln immer einzuhalten? Dass-das ist gar nicht so schwer. Man muss nur dran denken. Aktuell studiere ich übrigens unter anderem Deutsch auf Lehramt. Stellt euch mal vor, wie ich vor Klassenarbeiten sitzen werde, wenn ich doch Lehrerin werde (haha).

8. Ich stehe total auf rothaarige Frauen.
Und ich bin persönlich beleidigt, wenn rothaarige Frauen sich die Haare färben, weil “rote Haare so doof sind”. Bitte? Rothaarige Männer finde ich übrigens eher unattraktiv.

9. Ich habe panische Angst vor neuen Situationen und Stress macht mich körperlich krank.
Außerdem arbeite ich gerne in Start-ups. Nennen wir es “sich seinen Dämonen stellen”. Oder so.

10. Ich kenne genau 100% meines erweiterten Freundeskreises aus diesem Internet.
Irgendwie verliert man so Schulfreunde noch 27x so schnell aus den Augen wie “normale Menschen”, wenn man schon in der Oberstufe nur noch “die mit dem Kind” war. Und neue Freunde in der Uni findet man auch nicht, weil man ja nicht mit zu den Kneipentouren geht. Und dann kam Twitter. Und dann kamen nach und nach ein paar Leute. Und über die dann noch welche. Und dann kam über die der 1. Job. Und über den dann wieder neue Leute. Ich weiß auch nicht so genau, wie mein Leben jetzt grad ohne Twitter aussähe.

11. Manche Menschen halten mich für naiv.
Das liegt zum einen an diesem Klein-Mädchen-Ding und zum anderen daran, dass ich manchmal ein bisschen über-fröhlich bin. Das heißt aber nicht, dass ich naiv bin. Ich finde nur Negativität doof und glaube sehr an dieses Ding mit der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Deshalb bin ich gerne nach außen hin furchtbar positiv. Und dieses Klein-Mädchen-Ding ist leider irgendeine Schutzreaktion, hat was mit der Angst vor neuem zu tun, glaube ich. Wenn ich es abstellen könnte, würde ich es tun, wirklich.

12. Ich hab mal versucht, Latein zu studieren.
Ich weiß auch nicht mehr so genau, was da schiefgelaufen ist, aber irgendwie dachte ich wohl, es sei ganz klug, was besonders gefragtes zu studieren, um auch später wirklich ganz schnell eine Stelle zu bekommen. Dinge, die im Gehirn schief laufen, wenn man sich schon mit 17 darüber Gedanken macht, wie man das Kind, was da vor einem liegt, in den nächsten 20 Jahren ernähren kann und deshalb “auf Sicherheit geht”. Latein ist ein schreckliches Studienfach, ich sag es euch. Alles daran war schrecklich. Am allerschrecklichsten war das Graecum. Das habe ich aber tatsächlich durchgezogen, auch wenn zur Zeit der Prüfung schon bewusst war, dass ich Latein hinschmeißen werde. So kann ich mich jetzt seit 4 Jahren stolze Besitzerin eines Graecums nennen. Wahnsinn, oder?

13. Ich hätte gerne einen Rezepteblog.
Kochen kann ich auch und ich mache es auch gerne und oft. Aber um ein Rezept aufschreiben zu können, müsste ich irgendeine Form von Organisation beim Kochen haben. Und am besten vorher wissen, was am Ende auf dem Tisch steht. Aber irgendwie kommt es immer anders.

14. Ich war schon 6 Mal in London und möchte gerne morgen wieder hin.
London ist toll. Wenn ich nicht ein wirklich waschechtes kölsches Mädchen wäre, würde ich sagen, London ist die schönste Stadt der Welt. Aber das geht halt nicht. Aber die zweitschönste, mindestens. Und auch der 6. London-Urlaub war nicht langweilig, es wird nie langweilig in London. Übrigens: Beste Stadt für einen Urlaub mit Kindern. So viele wunderschöne Spielplätze und kinderfreundliche Museen! Und die Menschen da haben alle so einen schönen Akzent!

15. Ich bin ziemlich verrückt nach Käsekuchen.
Käsekuchen macht alles besser. Selbst der schlimmste Tag wird sonniger durch ein Stück Käsekuchen. Und ja, Starbucks ist böse, aber der New York Cheesecake ist ein Traum. Mein Käsekuchen aber auch.

16. Ich hatte nie einen coolen Berufswunsch.
Zumindest kann ich mich an nix spannendes erinnern. Und heute weiß ich immer noch nicht, was ich “später” mal machen soll (guckt mal, Anführungszeichen. Als ob es nicht noch Jahre dauern würde, bis ich mit diesem schrecklichen Studium fertig bin). Ich bin nur sehr sicher, dass ich nie Tierärztin werden wollte.

17. An dem Tag, an dem ich den Schwangerschaftstest gemacht hab, war ich vorher bei einem Französisch-Vorlesewettbewerb.
Während ich das tippe, überlege ich, ob das der Grund sein könnte, warum ich heute quasi kein Wort Französisch mehr kann. Es war nämlich ziemlich furchtbar. Meine Französischlehrerin hat mich dazu überredet, mitzumachen. Auf dem Weg zu der Schule, wo der Wettbewerb war, hab ich den Test gekauft. Kannste ja nicht im Dorf machen, sowas. Wunderschönes Französisch lesen ist irgendwie ziemlich unmöglich, wenn in der Tasche ein Schwangerschaftstest darauf wartet, ausgepackt zu werden. Vor allem, wenn man die düstere Vorahnung hat, dass er positiv ist und das Leben damit vorbei ist. Teil 1 ist dann ja auch eingetroffen, Teil 2 zum Glück nicht.

18. Ich habe als Kind nie ferngesehen.
Meine Eltern waren der Meinung, dass Kinder keine elektronischen Medien brauchen. Wir durften irgendwann sonntags die Maus gucken, aber da war ich auch schon 8 oder so. Das erste Mal abends aufbleiben und was mitgucken durfte ich mit 12, als Grease lief. Das wollte ich unbedingt sehen. Und dann hat Mama mich bei der Szene, wo Rizzo mit dem Typen rummacht, der nur noch ein uraltes Kondom hat, hochgeschickt. Trauma. Nicht der Fast-Sex, sondern das weggeschickt werden. Wir hatten übrigens auch kein Nintendo, Gameboy oder ähnliches. Ich kann auch heute noch oft nicht mitreden, wenn es um coole Kinderserien und Videospiele geht.

19. Ich habe zurzeit eine heiße Affäre mit Ingwer.
Ich habe mir nie viel aus Ingwer gemacht, bis irgendwann Anfang des Jahres. Und jetzt kann ich nicht genug davon bekommen. Ist diese kleine Wurzel nicht toll? Einfach in ein bisschen heißes Wasser schmeißen, schon hat man einen wunderbar leckeren, halsberuhigenden Tee. Jedes asiatische (und andere) Essen schmeckt 3x so gut mit einer ordentlichen Portion Ingwer. Ingwerbier fasziniert mich, Ingwer-Duschgel macht mich wach, Ingwertee mit Honig und Zitrone gesund. Ich möchte einfach alles haben, wo Ingwer drin ist. Noch so ein Grund, ganz bald noch mal nach England zu fahren, die verstehen mich da nämlich. Ich bin mal gespannt, wie lange das anhält, bis ich keinen Ingwer mehr sehen kann.

20. Ich hasse es, wenn jemand “schwul” als Synonym für “scheiße” benutzt.
Wirklich, ich hasse es. Diverse Exkollegen erinnern sich hoffentlich beim nächsten Mal, wenn sie “nee, das machen wir nich, das ist schwul” sagen wollen, daran, wie sich meine Faust auf ihrem Oberarm angefühlt hat. Ich möchte gerne die Zeit noch miterleben, wo das niemand mehr sagt.

Und jetzt werfe ich das Stöckchen weiter an McMaren und Laya. Viel Spaß!

Hallo Oktober, lass uns Freunde werden!

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Der Sommer ist endgültig vorbei und der Herbst könnte nicht schöner anfangen, kein besserer Zeitpunkt für ein bisschen Neuanfang also!

Irgendwie bin ich im September ein bisschen in alte Gewohnheiten zurückgefallen – zu viel Essen und Alkohol, zu wenig Sport und sonstige sinnvolle Aktivitäten und dadurch viel zu viel schlechte Laune.

Das wird jetzt wieder geändert! Mehr Sport, sinnvoller essen, mehr Lesen, mehr Zeit mit echten Freunden, mehr positiv durchs Leben gehen. Einfach mehr.

Wer macht mit?

Planungswochenende-Geblogge

Ein typisches Wochenende im November. Naja okay, alljährlich das letzte Wochenende vor der Adventszeit. Planungen der Leiterrunde fürs nächste Jahr. Und weil es so lustig ist, hab ich mal für euch mitgeschrieben. Naja eigentlich eher, damit ich was zu tun hab, wenn ich mein Handy nicht benutzen darf.

Freitag, 18. November
16 Uhr
Abfahrt in Köln. Keine große Lust. Auto überladen. Kann losgehen.

18 Uhr
Ankunft in … hm. Keine Ahnung, wo wir sind. Irgendwo im Bergischen. Neben einer Skischanze!!! Mein Handy zeigt mir ein großes E, die Einstellungen sagen, dass kein WLAN-Netzwerk in der Nähe ist. Schöne Scheiße.

21 Uhr
Wir machen pädagogisch wertvolle Spiele. Oh yeah, ich hab ja auch kein Pädagogikseminar dieses Semester, da fehlt mir ja glatt was!

22 Uhr
War eigentlich ganz lustig. Wir haben Land bebaut. In verschiedenen Gruppen, mit verschiedenen Planungstreffen. Keine Ahnung, wie das Spiel heißt, vielleicht kennt es ja irgendwer von euch. Der Kleine hat mitgeholfen, weil er nicht schlafen konnte. Wie verwunderlich, man sollte doch eigentlich toll einschlafen können, wenn auf dem Gang vorm Schlafzimmer Leute rumrennen.

Samstag, 19. November
2 Uhr
Nach ein bisschen Sekt und Wein, vielen Chips und ganz viel Outburst geh ich mal ins Bett. Die anderen legen wohl noch ne Saunarunde ein. Das ist aber jetzt nicht so ganz was für mich. Da hab ich doch glatt mal meinen Bikini zuhause vergessen.
Irgendwann nachts haben wir noch Besuch von irgendwem, der betrunken ist. Ganz toll.

9 Uhr
Fertig mit dem Frühstück. Mein 2. Brötchen esse ich nicht auf. Da ist nämlich Zwieback weicher.
Mein Brüderchen verkündet, dass gleich zu den Sitzungen alle ihre Handys vorne hinlegen müssen. Weil man dann produktiver ist.
Diese Noobs.
Ich könnte den Rest des Tages darüber herziehen, dass Leute, die sowas sagen, keine Ahnung haben. Aber das bringt ja nix.

10 Uhr
Los geht’s. Mein Handy liegt vorne. Lautlos. Wäre eigentlich lustig, es laut zu lassen und bei jedem Ton zu kommentieren, ob das ne Mail, ein Tweet, ne SMS, ne Push-Nachricht vom FC oder sonstwas ist.
Nach 2 Minuten werde ich angemotzt, weil ich in dem KjG-Kalender lese. Weil wir zuhören sollen. Klappe den Kalender zu und mein MacBook auf.
Gibt es Frauen, die nicht fähig zum Multitasking sind? Anders lässt sich dieses Gemecker nämlich nicht erklären.
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