Don’t stop me now!

Nein, nein, nein, haltet mich bloß nicht auf, ich hab grad nen Lauf! Aber was für einen!

Endlich mal wieder dieses Gefühl, dass das Leben einfach gut ist, dass alles, was wirklich wichtig ist, läuft. Dass alles, was nicht so wirklich läuft, einfach nicht so schwer ins Gewicht fällt. Ich, die immer nur jammern konnte…

Ich weiß jetzt, auf wen ich mich verlassen kann. Ich weiß, dass da Menschen sind, denen ich auch so wichtig bin wie sie mir. Ich weiß, an wen ich mich wenden kann, wenn es mir nicht gut geht. Oder wem ich erzählen kann, warum es mir grade einfach nur super geht.

Ich freue mich auf das nächste Semester. Einen Kurs will ich unbedingt noch bekommen, der Rest, den ich bis jetzt schon hab, ist okay, zwei Dozenten, die ich gerne haben wollte, habe ich bekommen und ich freue mich riesig auf den Schwedisch-Kurs.
Ich habe endlich einen Job, der sich mit Uni und Kind vereinbaren lässt, der mir Spaß macht, mit super netten Kollegen.

Hier zuhause läuft auch alles prima, meine Familie ist toll (aber das war sie ja schon immer). Mittlerweile ist auch die kleinste Schwester in der Jugendarbeit aktiv, was mich als Chefin (hihi, es ist immer wieder lustig, das zu sagen) natürlich sehr freut.
Samstags mache ich Ballett mit der anderen Schwester, das macht auch riesig viel Spaß und es ist einfach klasse, zu sehen, dass man als kleines Pummelchen mit dem Training, was ich vom Jazzdance noch hab, wesentlich besser ist als einige der Grazien mit den teuren Trikots…

Das Abnehmen klappt auch zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder und zwar völlig ohne Probleme. Das liegt wohl einfach daran, dass ich grade nicht mal einen Grund zum Frustfressen habe. Yay!

Und der Herbst wird toll! Neues Semester, neuer Job, viele spannende Termine und am meisten freue ich mich darauf, ganz viele der Menschen, die ich in der letzten Zeit so liebgewonnen habe, zu treffen. Manche zum ersten Mal, andere zum wiederholten Mal. Aber die nächste Zeit ist voll mit Terminen. Und ich freue mich auf alle.

Also: Don’t stop me cuz I’m having a good time, I don’t wanna stop at all! :-)

P!nk in Köln!

Pink in Köln! Und dann auch noch im Stadion! Da simmer dabei!

Ja, das dachte ich vor 8 Jahren auch schon. Da spielte Pink im E-Werk. Für die Nicht-Kölner: Das E-Werk ist putzig-schnuckelig-klein. Bis meine Freundin und ich (damals ja noch irgendwo in der Mittelstufe) mitbekommen hatten, dass sie hier sein wird, waren die Karten längst weg. Dabei wollten wir so gerne hingehen…

2009 das Gleiche: Karten weg, Vera nicht dabei. Dann wollten wir in Düsseldorf gucken, ob es noch Karten gibt vor der Halle. Aber dann hörten wir, dass sie im Sommer wieder in Köln sein würde. Also wurde der Plan Düsseldorf verworfen und wir planten Köln ein.
Und? Ja, Karten weg. Na fein. Aber wir versuchen das vorm Stadion.

Vor ca. einem Monat lief bei 3sat Pop Around The Clock, unter anderem mit dem Pink-Konzert aus Sydney. Das war die letzte Bestätigung, dass ich da hin MUSS!
Und eines schönen Nachmittags, als ich grade in der Uni versuchte, so zu tun, als ob ich zuhöre, schrieb @velluta bei Twitter, dass sie Karten gefunden habe bei Ebay und ob sie denn schnell welche kaufen solle. Zack zack, war das erledigt. Mal eben so… Huch!

Gestern war es dann endlich so weit. Um 16 Uhr losfahren, um kurz nach 17 Uhr am Stadion, noch schnell Macces und dann ab ins Stadion. Front of Stage 2 ist gar nicht mal so weit weg von der Bühne. Wenn ich dann nur nicht so klein wäre…

Das Vorprogramm war eher zum gähnen. Stanfour hatten wir schon verpasst, Butch Walker war komisch, Nikka Costa noch komischer, Paolo Nuttini war ganz nett.
Die Musik vom Band zwischen den Vorbands war allerdings die Hölle! Klassische Rausschmeißermusik, lahm, lahmer, furchtbar! Nur irgendwann lief What’s Up, da haben auch alle fein mitgesungen.
Und die La-Ola war nett. Typische Stadion-Atmosphäre. Je langweiliger es ist, desto besser klappt das. Ich glaub, wir sind an die 30mal rumgekommen. Noch die Nordkurve rufen, ging leider nicht, dafür war die langweilige Musik zu laut.

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Um 21 Uhr kam Pink dann auf die Bühne. Und von oben kamen lauter bunte Luftballons.
Und dann gings auch schon los, mit Funhouse. Schon geil, wenn ca. 65.000 Leute mitsingen, bei jedem einzelnen Lied!
Gleich nach Funhouse kam Ave Mary A, das Lied hat sich irgendwie seit dem Australien-Auftritt in mein Herz gebrannt, einfach klasse!
Die ganze Setlist kann man hier sehen.
Mein persönliches Highlight war (ihr denkt es euch) Whataya Want From Me! Schon beim ersten Pling der Gitarre hab ich gequietscht. Und als Pink dann anfing mit “So I wrote that silly song and found a guy who can sing it much better than me”, guckten uns unsere Nachbarn komisch an, weil wir so rumtitschten. Hihi. Aber das Geilste war nicht, dass sie es gesungen hat (und ziemlich gut, wie ich finde), sondern, dass das ganze Stadion mitgesungen hat! Wow! (hier gucken)

Aber auch Pinks eigene Songs waren grandios! Und ihre Interaktion mit dem Publikum ist einfach nur klasse, sie ist wirklich eine begnadetete Entertainerin! Mal eben ins Publikum springen, sich Gummibärchen und Kuscheltiere abholen, Fotos machen, Autogramme auf irgendwelche Körperteile geben, dabei das Singen gar nicht aufhören, super klingen und ganz natürlich wirken. Sowas gibt es nicht oft…
Auch die ganze Aufmachung der Show war toll, alles bunt und bombastisch, mit coolen Videos in schwarz-weiß hinten, Rutschen auf der Bühne und ein Song mit Tüchern, an denen die Tänzerinnen und Pink selbst schwebten.
Und eine neue Form des Stagedivings gab es auch. In einem großen Ball, sehr coole Aktion, jetzt auch mit vernünftigem Bild dank @nadine0501:

Aber das absolut beste (Äh ja, noch besser als Whataya Want From Me) war die Zugabe: So What. Und Pink flog über die Zuschauer, drehte sich, stand auf dem Kopf, wurde (fast) fallengelassen und sang dabei die ganze Zeit weiter. Einfach nur genial!
Hier ein Video davon (nicht von mir)

Viel zu schnell war es vorbei (90 Minuten ist “okay” für ein Konzert, finde ich. Hab schon weniger erlebt. Trotzdem wärs schön gewesen, wenn sie noch was länger gespielt hätte…) und wir relativ schnell wieder aus dem Stadion raus und auf dem Weg zur Wohngemeinschaft, wo wir dann mit ein paar anderen Bekloppten die Grand-Prix-Punktevergabe verfolgten und noch mit ganz vielen netten Twitterern einen schönen Abend hatten.

Wer mehr sehen will, der durchsuche einfach mal die Tube, es finden sich unzählige Videos von gestern, es lohnt sich… Und wenn ihr es irgendwie noch schaffen könnt an Karten dranzukommen: Lasst euch die Chance, die beste Live-Künstlerin, die es zur Zeit gibt, zu erleben, nicht entgehen!

(die guten Bilder sind von ksta.de, das andere von mir)