Ist Köhler ein Power Ranger?

Dank Twitter bekommt man ja immer sofort mit, was so in der Welt passiert.
Wer nicht twittert, der merkt das dann oft erst später. Meine Mutter zum Beispiel, die heute Spätschicht hatte und ab 12 nichts von der Welt mitbekommen hat.
Also hab ich ihr beim Abendessen erzählt, dass Köhler zurückgetreten ist und warum (also jedenfalls so ungefähr, so richtig habe ich das nämlich noch nicht verstanden).

Plötzlich guckt der Kleine mich an, runzelt die Stirn und sagt: “Köhler? Wer isn das? Will der gegen Piraten kämpfen? Aber der kann doch nicht alleine gegen Piraten kämpfen, die sind doch viel zu stark!!! … Oder ist der ein Zauberer? Oder… Ein Power Ranger???”

Hihi… :-)

P!nk in Köln!

Pink in Köln! Und dann auch noch im Stadion! Da simmer dabei!

Ja, das dachte ich vor 8 Jahren auch schon. Da spielte Pink im E-Werk. Für die Nicht-Kölner: Das E-Werk ist putzig-schnuckelig-klein. Bis meine Freundin und ich (damals ja noch irgendwo in der Mittelstufe) mitbekommen hatten, dass sie hier sein wird, waren die Karten längst weg. Dabei wollten wir so gerne hingehen…

2009 das Gleiche: Karten weg, Vera nicht dabei. Dann wollten wir in Düsseldorf gucken, ob es noch Karten gibt vor der Halle. Aber dann hörten wir, dass sie im Sommer wieder in Köln sein würde. Also wurde der Plan Düsseldorf verworfen und wir planten Köln ein.
Und? Ja, Karten weg. Na fein. Aber wir versuchen das vorm Stadion.

Vor ca. einem Monat lief bei 3sat Pop Around The Clock, unter anderem mit dem Pink-Konzert aus Sydney. Das war die letzte Bestätigung, dass ich da hin MUSS!
Und eines schönen Nachmittags, als ich grade in der Uni versuchte, so zu tun, als ob ich zuhöre, schrieb @velluta bei Twitter, dass sie Karten gefunden habe bei Ebay und ob sie denn schnell welche kaufen solle. Zack zack, war das erledigt. Mal eben so… Huch!

Gestern war es dann endlich so weit. Um 16 Uhr losfahren, um kurz nach 17 Uhr am Stadion, noch schnell Macces und dann ab ins Stadion. Front of Stage 2 ist gar nicht mal so weit weg von der Bühne. Wenn ich dann nur nicht so klein wäre…

Das Vorprogramm war eher zum gähnen. Stanfour hatten wir schon verpasst, Butch Walker war komisch, Nikka Costa noch komischer, Paolo Nuttini war ganz nett.
Die Musik vom Band zwischen den Vorbands war allerdings die Hölle! Klassische Rausschmeißermusik, lahm, lahmer, furchtbar! Nur irgendwann lief What’s Up, da haben auch alle fein mitgesungen.
Und die La-Ola war nett. Typische Stadion-Atmosphäre. Je langweiliger es ist, desto besser klappt das. Ich glaub, wir sind an die 30mal rumgekommen. Noch die Nordkurve rufen, ging leider nicht, dafür war die langweilige Musik zu laut.

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Um 21 Uhr kam Pink dann auf die Bühne. Und von oben kamen lauter bunte Luftballons.
Und dann gings auch schon los, mit Funhouse. Schon geil, wenn ca. 65.000 Leute mitsingen, bei jedem einzelnen Lied!
Gleich nach Funhouse kam Ave Mary A, das Lied hat sich irgendwie seit dem Australien-Auftritt in mein Herz gebrannt, einfach klasse!
Die ganze Setlist kann man hier sehen.
Mein persönliches Highlight war (ihr denkt es euch) Whataya Want From Me! Schon beim ersten Pling der Gitarre hab ich gequietscht. Und als Pink dann anfing mit “So I wrote that silly song and found a guy who can sing it much better than me”, guckten uns unsere Nachbarn komisch an, weil wir so rumtitschten. Hihi. Aber das Geilste war nicht, dass sie es gesungen hat (und ziemlich gut, wie ich finde), sondern, dass das ganze Stadion mitgesungen hat! Wow! (hier gucken)

Aber auch Pinks eigene Songs waren grandios! Und ihre Interaktion mit dem Publikum ist einfach nur klasse, sie ist wirklich eine begnadetete Entertainerin! Mal eben ins Publikum springen, sich Gummibärchen und Kuscheltiere abholen, Fotos machen, Autogramme auf irgendwelche Körperteile geben, dabei das Singen gar nicht aufhören, super klingen und ganz natürlich wirken. Sowas gibt es nicht oft…
Auch die ganze Aufmachung der Show war toll, alles bunt und bombastisch, mit coolen Videos in schwarz-weiß hinten, Rutschen auf der Bühne und ein Song mit Tüchern, an denen die Tänzerinnen und Pink selbst schwebten.
Und eine neue Form des Stagedivings gab es auch. In einem großen Ball, sehr coole Aktion, jetzt auch mit vernünftigem Bild dank @nadine0501:

Aber das absolut beste (Äh ja, noch besser als Whataya Want From Me) war die Zugabe: So What. Und Pink flog über die Zuschauer, drehte sich, stand auf dem Kopf, wurde (fast) fallengelassen und sang dabei die ganze Zeit weiter. Einfach nur genial!
Hier ein Video davon (nicht von mir)

Viel zu schnell war es vorbei (90 Minuten ist “okay” für ein Konzert, finde ich. Hab schon weniger erlebt. Trotzdem wärs schön gewesen, wenn sie noch was länger gespielt hätte…) und wir relativ schnell wieder aus dem Stadion raus und auf dem Weg zur Wohngemeinschaft, wo wir dann mit ein paar anderen Bekloppten die Grand-Prix-Punktevergabe verfolgten und noch mit ganz vielen netten Twitterern einen schönen Abend hatten.

Wer mehr sehen will, der durchsuche einfach mal die Tube, es finden sich unzählige Videos von gestern, es lohnt sich… Und wenn ihr es irgendwie noch schaffen könnt an Karten dranzukommen: Lasst euch die Chance, die beste Live-Künstlerin, die es zur Zeit gibt, zu erleben, nicht entgehen!

(die guten Bilder sind von ksta.de, das andere von mir)

Vom Ruhrfitz und sonstigen Twitterdates

Huch, das Wochenende ist ja schon wieder vorbei… Haben alle schon über den Ruhrfitz gebloggt? Ja? Fein, dann kann ich ja jetzt. Ist auch bestimmt nicht so lesenswert wie bei den ganzen Blog-Profis, die da waren.

Aber ich fang ja auch schon anders an. Mein Twitter-Wochenende begann nämlich schon am Freitag, mit einem Treffen mit einem ganz lieben Twitterer, mit dem ich schon seit Januar ganz viel schreibe.
Das Treffen kam aber jetzt ganz kurzfristig, was es irgendwie um so schöner machte.

Also stand Klein-Vera um 11 nur ein ganz wenig nervös vor dem Starbucks und wartete. Was sich gelohnt hat. Und wie!

Habe lange nicht mehr so ein nettes Treffen erlebt!
Erst ein Sektfrühstück in der Ständigen Vertretung, gemütlich draußen mit Blick auf Groß St. Martin und den Rhein, ein bisschen spazieren am Rhein und durch die Altstadt, inklusive alle Kirchen gucken die uns über den Weg liefen. Also denen wir über den Weg liefen, eher… Und bevor ich ihm dann zeigen konnte, dass ich definitiv selbst eine Domführung brauche, weil ich kaum was erklären konnte, gabs noch Käsekuchen bei Starbucks, herrlich!
Wir haben uns toll verstanden, nett rumgealbert und uns beide mit Geographie-Patzern blamiert. (Und ich mit einem Foto von ihm in meinem iPod. Aber ich bin Fettnäpfchen-Expertin. Und wer kann es einer Frau übel nehmen, wenn sie ein Foto des unverschämt gutaussehenden Dates mal eben auf dem iPod speichert, um bei der besten Freundin anzugeben!? ^^)

Nächstes Ziel: Seinen Freund und ihn überreden, mit meiner Freundin und mir im September über meinen Geburtstag nach London zu fahren. Krieg ich das hin? Ja, oder!? Hehe…
Und noch mal ein “Date” zu zweit muss auch irgendwann sein. Eigentlich müsste ich mir ja auch mal Frankfurt angucken.

Samstag war ich dann weniger nervös, weil ich ja doch schon viele kannte. Lustig war es dennoch, es fing schon in der Bahn an, mit viel Alkohol und der Erkenntnis, dass ich wohl doch nicht über 40 bin. Immer wieder lustig, wie falsch einige mein Alter aufgrund meiner Tweets einschätzen… Dabei wird mir doch ständig vorgeworfen, so kindisch zu sein.
Naja, ich bin irgendwie schizophren, sag ich ja eh immer.

In Oberhausen mussten wir dann erstmal das Hotel und dann den richtigen Raum im Theater finden, das war schon ein fast unüberwindbares Hindernis.

Und dann immer diese lustigen Gespräche… Da bin ich dann immer ausnahmsweise froh, dass mein Twittername meinen richtigen Namen beinhaltet, da muss ich nicht überlegen, welchen Namen ich zuerst sage. “Ich bin die VeraCologne” reicht vollkommen, dass ich Vera heiße, verstehen die Meisten. Andere haben es da schon schwerer. Und einige haben ganz schön komplizierte Twitternamen! Da hilft es dann auch nicht, wenn man durch ordentlich Alkohol eh schon schwer von Begriff ist.

Die Lesungen waren größtenteils toll, einige ein bisschen lang, einiges kannte man schon, aber im Großen und Ganzen war es sehr gut.

Und ich habe viele liebe Leute, die ich schon kannte, wiedergetroffen und andere neu kennengelernt und nette Gespräche geführt.

Und ich freue mich schon sehr darauf, viele von denen am 29. beim JourFitz in Köln wiederzusehen! :-)

Ach ja, Fotos gibt’s hier nicht, weil ich keine gemacht hab. Und weil ich Fotos von mir fies finde. Aber andere haben Fotos gemacht, die werdet ihr schon finden… ;-)

“Aber ich wollte doch nur eine Brezel haben!”

Ein Montag, der ohne Uni anfängt, sollte ja eigentlich ein Grund zum Feiern sein. Es sei denn, man darf stattdessen zum Kinderarzt, weil der Kleine gestern plötzlich mit Fieber auf Mamas Schoß eingeschlafen und vor Halsschmerzen weinend wieder aufgewacht ist. Die Nacht wurde mit Fieberzäpfchen- und Meditonsindoping überstanden, jetzt wollen wir wissen, was es ist. Auch, wenn die Schmerzen längst weniger und das Fieber fast weg ist, aber das kennt man ja auch nicht anders.

Eine Stunde später stehen wir wieder vor der Tür des Arztes. Alles nicht so schlimm, kleine Virusinfektion, machen kann man dagegen sowieso nichts, das Meditonsindoping dürfen wir weiterführen.
Und jetzt?
Kind: “Fahren wir vorher noch mal nach Hause?”
Ich: “Wie, vorher? Du gehst heute nicht mehr in den Kindergarten, du hast ja immer noch ein bisschen Fieber.”
Kind: “Also fahren wir gleich weiter?”
Ich: “Wohin weiter?”
Kind: “Ja in die Uni!”
Ich: “Ach so, nee, wir fahren heute nicht in die Uni, wir bleiben zuhause.”
Kind: “Aber wiesoooo???”
Ich: “Ähm. Weil du krank bist und weil ich heute einfach nicht in die Uni gehe, sondern wir es uns zuhause gemütlich machen.”
Kind: “Aber ich will in die Uni!”

Jetzt bin ich verwirrt. Er war schon öfters mit in der Uni, aber wirklich interessant fand er das da nie, war immer froh, wenn eine Vorlesung vorbei war und länger als eine Vorlesung lang war er auch noch nie mit. Ist die Krankheit doch ernster als angenommen? :D

Ich: “Aber in der Uni ist es doch nicht sooo spannend. Und in den Kindergarten kannst du heute noch nicht.”
Kind: “Nein, für den Kindergarten bin ich noch viel zu krank, aber ich will in die Uni!”
Ich: “Hör mal, wir machen uns einfach einen ganz gemütlichen Tag zuhause und…”
Kind: “Aber ich wollte doch nur eine Brezel haben!”

Schon interessant, dass er sich von seinen Unierfahrungen nicht gemerkt hat, dass es stinklangweilig ist, 1 1/2 Stunden still zu sitzen und etwas zu hören, was man nicht versteht, sondern, dass wir auf dem Weg zur Uni immer eine Brezel für ihn kaufen, damit er wenigstens was zu tun hat am Anfang einer Vorlesung.

Jetzt sind wir zuhause, er guckt sich seine Fußballkarten an und ich schreibe diesen Blogeintrag. Danach habe ich ihm versprochen, dass wir noch eine kleine Einkaufstour ins nahegelegene Einkaufszentrum machen. Ich muss eh noch ein Buch kaufen.
Und da gibt es ein Backwerk. Das hat genau die Brezeln, die es auch am Rudolfplatz auf dem Weg zur Uni gibt… ;-)

Twitter-Gedankensplitter

Ein Blogeintrag über Twitter? Ja, muss denn sowas sein?

Nein, muss nicht, oder muss doch? Ja, heute mal…

So oft werde ich gefragt: “Was ist das eigentlich, dieses Twitter?” Ja, was ist es eigentlich?

Twitter selbst sagt:

“Twitter is a real-time information network powered by people all around the world that lets you share and discover what’s happening now.”

Wikipedia sagt:

“Twitter gilt als die erfolgreichste Anwendung von Mikroblogging und ist eine Plattform für das Publizieren von Kurznachrichten. Es wird auch als soziales Netwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet definiert.”

Fast jeder, der in meiner Timeline zu finden ist, hat schon mal irgendwas über Twitter gesagt:

“Twitter ist für Wortspielereien.”

“Twitter ist KEIN Chat!!!” (oft gelesen)

“Twitter ist nichts als ein öffentlicher Chat” (fast genau so oft gelesen)

“Ich nutze Twitter, um immer auf dem Laufenden zu bleiben, über das, was auf der Welt passiert.”

“Bei Twitter folgt man Stars und Sternchen und liest, was sie so machen”

und vieles, vieles mehr.
Was aber ist Twitter wirklich?

Ich sage: Twitter ist, was du daraus machst. (Nachfaven durchaus erwünscht, womit wir schon bei einem Sinn von Twitter wären, aber dazu später ^^)

Also: Twitter ist so viel, kann so viel sein. Und jeder kann sich das raussuchen, was ihm am besten gefällt.

Insofern kann ich hier nicht beantworten, was Twitter ist. Ich kann nur sagen, was Twitter für MICH ist. Sehr, sehr subjektiv. Und da ich ja eh immer ein bisschen komisch bin, ist es auch sehr, sehr vielfältig und ich bin mir fast sicher, dass niemand das exakt so sehen wird wie ich… Aber mal sehen, vielleicht liege ich da ja auch falsch, kann ich ja auch gut… ;-)

Twitter ist…

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