Dorfleben

Donnerstagnachmittag in einem kleinen Fitnessstudio am Rande von Köln.

- “Wie alt ist dein Sohn jetzt eigentlich?”
(Huch, mit wem redest du? Ach so, mit mir. Häh?)
- “6 ist er jetzt”
- “Ach, na sowas, wirklich?”
(Nee, ich hab gelogen. Dämliche Frage. Wer bist du überhaupt?)
- “Ja, die Zeit vergeht ganz schön schnell. Im Sommer kommt er schon in die Schule…”
(Orrr. “Die Zeit vergeht ganz schön schnell. Dämliche Antwort. Trotzdem: Woher zur Hölle kenne ich dich?)
- “Oh wie schön, da freut er sich ja sicher!”
(Er steht neben mir. Und kann reden. Krass für nen Sechsjährigen, wa?)
- “Ja, allerdings, ne?”
*genuscheltes Ja vom Kleinen*
- “Und was machst du jetzt?”
- “Äh. Ich studiere.”
(Und du so? Wer bist du?)
- “Ach, wirklich???”
(Was? Ist das so unglaublich? Muss ich beleidigt sein?)
- “Ja, auf Lehramt.”
- “Ach, echt???”
(Voll außergewöhnlich, so ein Lehramtsstudiengang.)
- “Ja.”
(Tolles Gespräch)
- “Hier in Köln???”
- “Ja”
(Ich weiß immer noch nicht, wer du bist.)
- “Ach, wie schön. Na dann alles Gute!”
- “Danke, gleichfalls!”
(Bloß nicht direkt anreden, wer weiß, ich dich duzen sollte. Wer bist du und woher kennst du mich?)
- “Und schöne Grüße an die Mama”
- “Ja, werd ich ausrichten!”
(Wer bist du? Warum kennen mich so viele Leute, die ich nicht kenne? Ach egal, hauptsache freundlich lächeln.)

Du, Mama, da war irgendso ne Frau im Fitnessstudio. Ich habe KEINE Ahnung, wer das ist. Aber sie scheint uns wohl zu kennen. Ich soll schön grüßen.

#FebPhotoADay

Der Februar geht zuende und damit die #FebPhotoADay-Photochallenge. Und weil die so großen Spaß gemacht hat, gibt’s jetzt hier noch mal alle Bilder der letzten 29 Tage…

1
Tag 1: You view today.
Lern-Ausblick. Bäh.

2
Tag 2: Words.
Beim Lernen vor der Klausur noch schnell abfotografiert. Das sind die Schlussworte von Gaudium et Spes. Und die sind irgendwie gut.

3
Tag 3: Hands.
Der Kleine und ich. <3

4
Tag 4: A stranger.
Fremde fotografieren find ich doof. Außer sie sehen gut aus und ich muss sie irgendwem zeigen. Also hab ich halt nen Fremden nach dem Aussteigen aus der Bahn fotografiert…

5
Tag 5: 10am.
Krank im Bett. Langweilig.

6
Tag 6: Dinner.
Kuh-Käse!

7
Tag 7: Buttons.
Knöpfe am Autoradio. Spannend.

8
Tag 8: Sun.
Sonnenuntergang, von meinem Fenster aus fotografiert.

9
Tag 9: Front door.
Naja, ne Haustür halt. Mit Mini-Vogelscheuche in Blumeneimer.

10
Tag 10: Self portrait.
Voll schick, oder? Mit den 3 verschiedenen Nerf Dart-Sorten, die in meiner Büro-Schublade liegen (weil die mir immer irgendwer an den Kopf schießt).

11
Tag 11: Makes you happy.
Das braucht keine weitere Erläuterung, oder?

Tag 12: Inside your closet.
Hab ich gar nich. Bei mir gibt’s nur Kommoden, kein Platz für nen Kleiderschrank.

13
Tag 13: Blue.
Der Kleine in seiner schicken blauen Jacke auf dem blauen Kickboard. Hach!

14
Tag 14: Heart.
Das UP-Logo. <3

15
Tag 15: Phone.
Ich mag Miley Cyrus. Wirklich. Und die NoH8-Kampagne ist klasse!

16
Tag 16: Something new.
Ja okay, das war unkreativ. Aber ich hab grad sonst nix neues gefunden. Und das Namensschild wurde mit viel Liebe gemacht!

17
Tag 17: Time.
Die 5. Jahreszeit. Hach!

18
Tag 18: Drink.
Sekt mit irgendwas Kurzem drin. War sogar lecker! Gemütlicher Karnevalsabend zuhause vorm Macbook.

19
Tag 19: What you hate to do.
Im Nachbarort auf den Zoch gewartet. Ich mag den nicht. Und ich hatte keine Lust, in der Kälte rumzustehen. Aber sonst mag ich Karneval!

20
Tag 20: Handwriting.
Stempel vom Crux-Café im Severinsviertel. Eigentlich wollten wir da den Zoch gucken, aber da war Chaos. Aber der Stempel ist schick!

21
Tag 21: A fave photo of you.
Ich liebe dieses Foto! Aufgenommen im Lieblingscafé (das es leider nicht mehr gibt) auf der Schaafenstraße, morgens um 8 nach 2 Stunden Schlaf (Abschiedsparty im Büro, um 2 noch mit dem besten Freund ins Corner gezogen, um 4 rausgekehrt worden, zurück ins Büro und da auf der Couch das Weckerklingeln für die 8 Uhr-Vorlesung verpennt). Der beste Freund hat das Foto gemacht, der Lieblingsbarkeeper ist im Hintergrund zu sehen und der süßeste Hund der Welt kuschelt in meinem Arm. <3

22
Tag 22: Where you work
Irgendwann morgens im wunderschönen UP-Büro aufgenommen, als nur der Grafiker, der immer früh da ist, und ich im Büro waren. Schön, ne? <3

23
Tag 23: Shoes.
Schuhe halt. Am Flughafen vorm Boarding.

24
Tag 24: Inside your bathroom cabinet.
Lustiger Tag für dieses Thema, weil wir grad im EasyHotel South Kensington waren und da das “Badezimmer” wirklich interessanter ist als meins zuhause. Insgesamt sind das ungefähr 2 Quadratmeter.

25
Tag 25: Green.
Das Apollo Victoria Theatre, in dem Wicked gespielt wird. Bestes Musical der Welt! Beim nächsten London-Besuch gucke ich das auch mal wieder… :D

26
Tag 26: Night.
Nachts in London. Von links oben nach rechts unten: Hausecke in South Kensington (ich liebe South Kensington!), Big Ben, Opal Bar (sehr schicke Bar an der Embankment Station, unter der Hungerford Bridge), London Eye.
Ich liebe London!

27
Tag 27: Something you ate.
Schokokuchen im Büro. Eigentlich vom 29., weil ich am 27. vergessen habe, das Foto zu machen.

28
Tag 28: Money.
Das Restgeld vom London-Urlaub. Ziemlich gut hingekommen, ne? Die letzten 16 ganzen Pfund hab ich im Buchladen am Flughafen für die ersten beiden Bücher der Private-Serie von James Patterson ausgegeben. Da hingen nämlich überall in den Tube Stations Plakate für. Ich hoffe, sie sind gut!

29
Tag 29: Something you’re listening to.
Megan Hilty mit “Let Me Be Your Star” bei irgendnem Neujahrsevent in Amerika. Das Lied ist aus der neuen NBC-Serie Smash, die verdammt toll ist!

I will always love you.

Everybody’s searching for a hero
people need someone to look up to
I never found anyone who fulfilled my needs
a lonely place to be and so I learned to depend on me

I decided long ago never to walk in anyone’s shadows
if I fail if I succeed at least I live as I believe
no matter what they take from me
they can’t take away my dignity

Wie seltsam diese Sätze klingen, von einer, die es offensichtlich nicht geschafft hat, auf sich selbst aufzupassen. Die alleine in einer Badewanne gestorben ist, während ihre Mitarbeiter und Familie im gleichen Hotel waren.

Because the greatest love of all is happening to me
I found the greatest love of all inside of me
the greatest love of all is easy to achieve
learning to love yourself it is the greatest love of all

singt die Frau, die sich selbst als ihren größten Feind bezeichnet.

Goodbye, Whitney.
Du wirst immer die größte bleiben. Du bist “The Voice”. DIE Sängerin. Alles, was nach dir kam und heute ist, ist ein Medienprodukt. Deine Stimme bleibt unerreicht.
Danke für die schönsten Lieder der Welt. Die millionenfach von Castingfuzzis gesungen werden, weil sie so deutlich zeigen, ob jemand einigermaßen singen kann. Die in den letzten 10 Jahren immer wieder dafür gesorgt haben, dass ich die Musik aufdrehe und laut mitsinge. Weil sie so besonders sind. Weil du so besonders warst.

 

Klausur vorbei.

Klausur vorbei.

Irgendwas geschrieben, ein bisschen überlegt, noch was geschrieben, abgegeben. Muss reichen für ne 4.

In der Kälte rüberlaufen zum Hauptgebäude, auf dem Weg zum Hörsaal husten. Mein Kopf fühlt sich so wattig an.

Letzte Vorlesung heute. Ich höre genau so wenig zu wie in den letzten Wochen. Kirchenrecht. Meh. Mein Kopf ist so zu. Meine Ohren sind zu. Ich kann gar nicht schlucken. Ich bin so müde. So müde, dass ich das Gefühl habe, vor Erschöpfung gleich loszuheulen.

Hallo Körper, ja, jetzt sind Semesterferien. Viel Spaß. Wir sind uns einig, dass wir gerne die nächsten 8 Wochen im Bett verbringen würden.

Party? Ich freu mich auf Schlafen. Auf sonst nichts. Dafür ist der Abend nach der letzten Klausur da. Gute Nacht.

6 Jahre…

6 Jahre ist es her, dass du auf die Welt gekommen bist. Heute Abend jedenfalls, jetzt gerade vor 6 Jahren war ich auf dem Weg in den Kreißsaal, damit die Geburt eingeleitet werden konnte. Im Krankenhaus war ich da schon gut 25 Stunden. Weil du zwar die Fruchtblase kaputtgetreten, dann aber beschlossen hast, dass du dir noch was Zeit lässt.
Und wie du dir Zeit gelassen hast. Um 18:40 warst du dann endlich da. Blau wie diese Ikea-Becher sagt deine Oma immer. Weil du dir die Nabelschnur beim Rumhampeln auch noch um den Hals gewickelt hast. Das hab ich aber gar nicht so mitbekommen.
Als ich dich gesehen hab, warst du rot, hast gebrüllt und mich dann verdattert angeguckt. Und dabei mit deinen Fingern gewackelt. “Spinne” hat Papa dich immer genannt. Weil du deine dürren, langen Fingerchen immer wie Spinnenbeinchen in die Luft gestreckt hast. Die waren übrigens das einzige dürre an dir, ansonsten warst du in den ersten Wochen ziemlich proper.
Deine kleinen, dünnen Fingerchen hast du dann fest in meine Brust gekrallt, als du das erste Mal getrunken hast. So als wolltest du sagen “Meins! Und wag es ja nicht, mir das wegzunehmen!”

Als du dann ein paar Wochen zuhause warst, hat sich das pummelige rausgewachsen und du warst das schönste Baby auf der Welt. Ja, das sagt jede Mutter. Aber du warst es wirklich.

Das erste Mal gedreht hast du dich am 23. Februar. Also richtig gedreht, nicht beim auf dem Bauch liegen den Kopf gehoben und dabei umgekippt, sondern auch andersrum. Und dann hast du bitter geweint, wenn es mal doch nicht geklappt hat.
Im Sommer hast du krabbeln gelernt, genau in den 2 Wochen, als dein Onkel und deine Tanten in Urlaub waren und dein Großvater beschlossen hat, mal eben abzuhauen. Du warst unser Sonnenschein in dieser komischen Zeit.

Dein erstes Wort war “heiß” (“heisssssssss”) im Winter 06/07, dabei hast du auf die Heizung gezeigt.

Neujahr 2007 bist du durch das halbe Wohnzimmer gelaufen. Einfach so, ohne vorher mal kurz darauf aufmerksam zu machen, dass du auch vorhast, woanders zu laufen als an Schränken und Tischen entlang. Und du warst so stolz, dass du es geschafft hast.

Dein Lieblingswort mit 1 Jahr war “Ladludlu”. Das hieß entweder Rasenmäher (weißt du noch, dieser rote Rasenmäher, den Oma&Opa dir zu Ostern geschenkt haben, der so einen entsetzlichen Lärm gemacht hat?) oder Rasensprenger. Also diese Blume, die man an den Gartenschlauch stecken kann und die dann Wasser durch die Gegend spritzt. Da hattest du großen Spaß mit im Sommer. Manchmal musste man dich davon wegschleppen, weil du dich einfach vor die Blume gestellt und unter dem eiskalten Wasser gestanden hast. Wenn man dich dann in ein Handtuch eingewickelt hat, weil du vor lauter Kälte schon blaue Lippen hattest, fandest du das immer ziemlich blöd.

Als du 2 warst, hattest du deinen ersten imaginären Freund, den Esel. Einen Namen hatte er nicht, er hieß halt “Esel”. Er war auch gar nicht immer bei dir, aber du hattest ihn sehr lieb. Er hat gerne verstecken gespielt. Und wir durften mitsuchen. Weißt du eigentlich, wie schwierig es ist, etwas zu suchen, was man nicht sehen kann? “Hier, guck mal, der Esel hat sich ein bisschen auf dem Sofa ausgeruht, jetzt will er wieder mit dir spielen” – “Neiiiin, das ist doch gar nicht der Esel” – oh Mist.

Deine Lieblingsspiele mit 3 Jahren waren “waruuum?” fragen und “Ich sehe was, was du nicht siehst”. Das “Warum?” habe ich irgendwann gar nicht mehr als so extrem wahrgenommen, es ist mir nur immer aufgefallen, wenn du meine Freunde mit Fragen gelöchert hast und die völlig erschöpft waren. Dir “Ich sehe was, was du nicht siehst” beizubringen, war gar nicht so leicht. “Ich seh nix und du siehs auch nix und das is ein Ball”. Hmm. Aber gespielt hast du das gerne. Besondern gern in Wartezimmern.

Mit 4 hast du angefangen, selbst zu bestimmen, was du anziehen möchtest. Bis heute sind das vor allem knallenge Hosen. Die sind ja auch wieder total in, auch bei Männern. Allerdings nicht bei Jungs in deinem Alter, wie wir bei der verzweifelten Suche nach Hosen, die du ok fandest, feststellen mussten. Aber zum Glück hat es dir noch nie etwas ausgemacht, in der Mädchenabteilung einzukaufen. Also hast du zum Namenstag 2010 eine knallenge, dunkelblaue Jeans bekommen, aus der Mädchenecke bei C&A. Von da an hast du darauf bestanden, dass diese Hose immer sofort gewaschen wird, wenn sie dreckig war. Damit du höchsten einen Tag lang eine andere Hose anziehen musstest. Mittlerweile hast du ein paar mehr enge Hosen, da ist das nicht mehr so schlimm. Kaputt sind sie aber immer noch nach spätestens 2 Monaten.

Im letzten Jahr hast du deinen besten Freund gefunden. Was für ein Glück, dass N in den Kindergarten kam, als deine beiden Lieblingsfreunde in die Schule gekommen sind. Ihr beiden seid unzertrennlich. Wenn ich dich in den Kindergarten bringe und N ist noch nicht da, bist du ganz enttäuscht. Wenn er aber schon da ist, fragt er vorwurfsvoll, warum du erst so spät kommst, so dass er ganz alleine spielen musste. Ihr seid entsetzliche Zicken und streitet euch ständig, was ihr spielen sollt, wenn N hier ist. Bis zu dem Moment des Abschieds. Also nicht Moment sondern Ewigkeit. Ihr zögert den Abschied nämlich immer furchtbar lang heraus, weil ihr euch gar nicht trennen wollt.

Im Sommer kommst du in die Schule. Du hast schon angefangen, ein bisschen zu lesen und zu rechnen. Lesen macht dir großen Spaß. Du kannst zwar noch nicht alle Buchstaben und brauchst lange, um ein Wort zu entziffern (und hast oft mittendrin keine Lust mehr), aber wenn du es schaffst, bist du ganz stolz. Und zählen kannst du! Als wir letztens nach Bonn gefahren sind, wolltest du wissen, bis wie viel zu zählen musst, bis wir da sind. 713 habe ich gesagt. Und gleich danach leise geflucht, weil ich ganz vergessen habe, dass du nicht mehr nur bis 20 zählen kannst. Bei 87 hast du Papa und mir gesagt, dass wir bitte leise sein sollen, weil du zählen musst. Bei 243 sind wir angekommen. So ganz klappt das mit dem Zählen noch nicht (“Einhundertdreißig, Zweihundertdreißig, Dreihundert… ach nee…”), aber das muss ja auch gar nicht sein.
Diskutieren kannst du auch ganz fein. Vorbei die Zeit, in der man dir einfach etwas sagen konnte und du hast es gemacht. Heute muss alles ausdiskutiert werden. Und nicht selten behältst du am Ende recht. Deine Lehrerinnen werden großen Spaß mit dir haben.

Jetzt ist es kurz nach 7, gleich wachst du auf, dann machst du dich über deine Geschenke her und dann gehen wir in den Kindergarten, mit einer riesigen Schüssel voller Törtchen. Ich werde auf der Arbeit wahrscheinlich ungefähr 7mal plötzlich in Tränen ausbrechen, weil ich es immer noch nicht so ganz fassen kann, dass es dich gibt. In den letzten 6 Jahren und 9 Monaten hat sich mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Aber alles andere wäre auch furchtbar langweilig gewesen.

Alles Gute zum Geburtstag, mein kleiner Löwe. Ich hab dich soo lieb!

Zumba, tanz dich… tot?

Ganz neujahrsvorsatzbrav hab ich mich am 3. Januar im Fitnessstudio angemeldet. Gleich hier im Ort, kostet zwar 3x so viel wie McFit und Konsorten, dafür besteht die reelle Chance, dass ich ab und zu hingehe, weil ich nur 5 Minuten gehen und nicht eine halbe Stunde Bahnfahren muss.

Außerdem gibt’s da Kurse, ganz viele! Zumba zum Beispiel, immer freitags um 18 Uhr. “Das ist super, ich war letztens auch mal bei Sonja beim Zumba, hat richtig Spaß gemacht” erzählt mir die ehemalige Klassenkameradin, die ich am Dienstag im Bus treffe. Hätte ich kurz mein Gehirn eingeschaltet, wäre mir aufgefallen, dass sie “bei Sonja” und nicht “mit Sonja” gesagt hat. Und dann wäre ich auch eben nicht aus allen Wolken gefallen, als meine superschlanke, irre gut aussehende und außerdem unglaublich tanzerprobte Lieblingskommilitonin als Kursleiterin vor mir stand. Aber das spornt ja an! (sagt Mama)

Ach ja, Mama wollte eigentlich auch mit, hat dann aber kurz vorher beschlossen, dass sie sich das lieber noch mal überlegt, also entstand folgendes Gespräch:
Ich: “Das wäre aber total lustig, wenn du mitkommst, dann blamieren wir uns zusammen! Du kriegst nur jeden 3. Schritt hin und ich bin nach 10 Minuten tot…”
Mama: “Ach, meinst du, ich kann nix?”
Ich: “Naja, Tanzerfahrung hast du ja nun nicht grade, oder? Dafür hab ich 0 Kondition…”
Mama: “Na, guck du dir das erst mal an, dann überleg ich noch mal.”

Gespräch bei Wiederankunft zuhause:
Ich: “Mama, ich war nicht nach 10 Minuten tot!!!”
Mama: “Na siehst du, du unterschätzt dich immer.”
Ich: “Ich war nach 4 Minuten tot.”

Ich übertreibe übrigens nicht. Ich habe mir nach 4 Minuten gewünscht, dass es vorbei ist. Und habe dann im 3-Minuten-Abstand auf die Uhr geguckt und entsetzt festgestellt, dass der Zeiger kaum weitergerückt ist. Und bin nach 15 Minuten das erste Mal zu meiner Trinkflasche gerannt. Als erste. Nachdem ich schon 7 Minuten vorher das Gefühl hatte, ganz dringend Wasser zu brauchen.
Meine Kondition ist allerdings wirklich mies, meine Fitnessstudio-Trainerin war am ersten Tag völlig fasziniert von meinem Puls auf dem Crosstrainer. Hmpf.

Aber es war toll! Nächste Woche geh ich wieder hin. Ich würde ja auch mehr zu der eigentlichen Zumba-Stunde schreiben, wenn ich noch irgendwas wüsste. Aber mein Gehirn war wohl damit beschäftigt, lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen, so dass ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann. Aber Latinogedöns ist toll. Und wenn man schon so ausladende Hüften hat, dann sollte man die ja auch ein bisschen shaken.

Also: Macht Zumba, ist voll toll! Aber bleibt am Leben.